MAGYAR KIRÁLYI TÁBORI POSTA ÉS POSTAI CENZÚRA

2016.

Sammel- und Kriegsgefangene-Lager in Varjúlapos 1939

Sammel- und Kriegsgefangene-Lager in Varjúlapos 1939

Artikel veröffentlicht im SZABOLCSI BÉLYEGÚJSÁG im Dezember 2016

Sammel- und Kriegsgefangene-Lager in Varjúlapos 1939

Bisher habe ich alle sich mit dem II. Weltkrieg beschäftigenden Büchern gelesen, dass in Ungarn während der Krieges es keine Kriegsgefangene-Lager gab. Nur am Ende des Krieges hat man solche ins Leben gerufen und diese hatten nicht die Ungarische, sondern die Sowjetunion,, Bulgarien und Rumänien gegründet. Deswegen war es für mich überraschend, als ich in der jüngsten Vergangenheit von einem älteren Sammlerfreund der hier dargestellte, im Jahre 1939 auf Post gegebene Bildpostkarte gekauft habe, auf dem sich ein Linienstempel befindet mit der Aufschrift: „Kommandantur der Ungarische Königliche Kriegsgefangene-Lager, Nyíregyháza“. Der ältere Sammlerfreund hatte keine Information über diese Postkarte gehabt und deshalb habe ich ihn versprochen, da diese Karte zu mir gelangt ist, werde ich den geschichtlichen Hintergrund erforschen. Meiner Meinung nach hier ist der Rede über eine besondere und sich selten auftauchende Sendung und deswegen möchte ich das Ergebnis mit den Lesern mitteilen, vielleicht findet jemand andere auch eine solche.
Zuerst über den geschichtlichen Geschehnissen, die zu den Bau und Betätigung der Sammel- und Kriegsgefangene-Lager in Varjúlapos führten.
Nach der ersten Wiener Entscheidung (1938) haben von Siebenbürgen aus viele Ungarn über die Grenze desertiert. Man musste über die Unterbringung dieser Menschen sorgen, da diese das Grenze illegal übertreten haben. Deswegen hat man in den Varjúlapos Meierhof ein Sammel-Lager zustande gebracht. Das Lager haben Soldaten bewacht, doch die hier wohnenden hatten große Freiheit gehabt. Sie gingen in den herumliegenden Wirtschaften arbeiten, sogar mit Erlaubnis konnten sie nach Nyíregyháza reisen.
Der Sammel-Lager in Varjúlapos wurde nach 15 März 1939 zum Kriegsgefangene-Lager umgewandelt, da nach dem Zurückkehr den Karpatengebiet hat man die erwischenden Mitglieder der SZICS-Garde hierher geliefert. Im April dann noch weitere 40 ukrainische Patrioten auch. Der Stand war zu dieser Zeit so 300, aber von diesen waren nur wenige Kriegsgefangene. Die Kriegsgefangene wurden bis August in 8-10 Personen nach Hause gelassen. Also der Lager wurde wieder Sammel-Lager geworden.
Von Ende 1939 bis Anfang 1940 wohnten polnische Flüchtlinge in dem Lager in Varjúlapos. In ersten Linie Studenten und wehrpflichtiger Männer befanden sich in dem Lager; Frauen dagegen nicht. Das Lager hat man am 10. Januar 1940 gesperrt. Zu dieser Zeit befanden sich hier 262 polnische Internierten. Das Lager blieb bis 16. April 1944 gesperrt. Dann hat man dieses wieder geöffnet. Hier wurden die Juden aus dem Umgebung gesammelt. Die Juden blieben nicht zu lange Zeit in dem Lager, da die Gendarmerie hat entleert diese. Und mit das beendigte sich das Geschichte der Sammel- und Kriegsgefangene-Lager in Varjúlapos.
Und dann jetzt über der Bildpostkarte, der meine Aufmerksamkeit erweckte.
Diese Bildpostkarte hat eine in der Wach-Kompanie dienender Soldat geschrieben und nach Budapest adressiert. Der Briefwechsel der Soldaten wurde in dem Lager geprüft, und das wurde mit dem Linienstempel „Kommandantur der Ungarische Königliche Kriegsgefangene-Lager, Nyíregyháza“ bezeichnet. Die Bildpostkarte wurde am 15. Mai 1939 am letzten Postamt in Királytelekpuszta auf Post gegeben, da in Varjúlapos arbeitete kein Postamt oder Postagentur.
Ich hoffe, dass in der Zukunft werden sich weitere Sendungen von diesem Lager auftauchen, ergänzend die geschichtlichen Geschehnisse.

János Dán
Mitglied der Freundes-Gesellschaft der Ungarische Philatelistische Forscher


Quelle: Ferenc Nagy: Geschichte der Sammellager in Nyírtelek und Varjúlapos 1939-1944.


Bildpostkarte 15 Mai 1939 von Királytelekpuszta nach Budapest